Die Digital Health Design Challenge ist ein jährlich wiederkehrendes Förderprogramm des Digital Health Design Living Labs.
Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Thema «From Guidance to Routine: Co-Creating Educative Futures of Continuous Care».
Entdecke zwei inspirierende Cases und entwickle in interdisziplinären Teams Lösungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung. Vernetze dich mit Innovator:innen, Designer:innen, Forscher:innen und Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen und erarbeite gemeinsam eine relevante Idee, als Grundlage für eine Einreichung zur Projektförderung.
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Der Verkauf läuft über die Plattform Eventfrog:
Case 1: Langfristige Rehabilitation im Alltag von Patient:innen
Wie können wir bestehende digitale Gesundheitsinhalte so umgestalten, strukturieren und über eine Plattform bereitstellen, damit Patient:innen motiviert sind, diese aktiv zu nutzen und langfristig in ihren Alltag zu integrieren?
Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) sind weltweit die häufigste Todesursache (WHO, 2025a). Ein bedeutender Anteil der durch NCDs verursachten Morbidität und Mortalität gilt jedoch als vermeidbar bzw. durch wirksame präventive und therapeutische Massnahmen positiv beeinflussbar (WHO, 2025b). Um Krankheitsfolgen zu reduzieren, funktionelle Einschränkungen zu minimieren und gesundheitsbezogene Verhaltensänderungen nachhaltig zu fördern, spielen Strategien zur Prävention, Rehabilitation und langfristigen Krankheitsbewältigung eine bedeutende Rolle ein (WHO, 2017).
Patientenedukation und die Förderung des Selbstmanagements stellen dabei zentrale Bestandteile der Rehabilitation von Patient:innen mit chronischen Erkrankungen dar. Obwohl bereits eine Vielzahl an Gesundheitsinformationen und Edukationsinhalten zur Verfügung stehen, berichten Patient:innen häufig, mit einer grossen Menge an Informationen gleichzeitig konfrontiert zu sein und Schwierigkeiten zu haben, für ihre individuelle Situation relevante Inhalte zu identifizieren. Diese wahrgenommene Überforderung spiegelt sich auch in der Praxis wider, indem Gesundheitsfachpersonen von einer geringen Bereitschaft der Patient:innen berichten, die vorhandenen Angebote aktiv und nachhaltig zu nutzen.
Vor diesem Hintergrund wurde eine Web-Plattform entwickelt, die bestehende, klinisch relevante und evidenzbasierte Inhalte zum Umgang mit Erkrankung, Symptomen, Therapie, Risikofaktoren und Prävention strukturiert bereitstellt. Über die Plattform können unterschiedliche digitale Formate wie z.B. Videos, Audios, Bilder und PDFs ausgespielt oder auf externe Websites und Anwendungen verwiesen werden. Ziel des Projekts ist es, Inhalte so zu gestalten, dass sie für Patient:innen verständlich, relevant und langfristig nutzbar sind, um so ihr individuelles Gesundheitsselbstmanagement und ihre Lebensqualität zu verbessern.
Prof. Dr. med. Matthias Willhelm, Chefarzt und Ärztlicher Leiter Zentrum für Rehabilitation & Sportmedizin, Inselspital Bern
Prof. Dr. Prisca Eser, Leiterin Qualitätsmanagement und Forschung, Zentrum für Rehabilitation & Sportmedizin, Inselspital Bern
Franziska Gurschler, Doktorandin, Zentrum für Rehabilitation & Sportmedizin, Inselspital Bern
Noora Angelva, Doktorandin, Zentrum für Rehabilitation & Sportmedizin, Inselspital Bern
Case 2: Self-Care-Angebote für Menschen mit Krebs
Wie können wir die Formate für ein website-basiertes Informations- und Self-Care-Angebot für Menschen mit Krebs gestalten, damit verlässliche Inhalte zur Integrativen Onkologie und risikoarme Self-Care-Verfahren auf verständliche, vertrauenswürdige, motivierende und alltagsnahe Weise vermittelt werden?
Die Lebensqualität von Menschen mit Krebs wird häufig durch Therapien und deren Nebenwirkungen beeinträchtigt. Viele von ihnen möchten aktiv zur Verbesserung ihrer Situation beitragen. Dafür benötigen sie verlässliche, verständliche und evidenzbasierte Gesundheitsinformationen zu möglichen unterstützenden Verfahren sowie zu deren Wirksamkeit und Sicherheit. Auch praxisnahe Anleitungen zu Self Care Massnahmen können eine wertvolle Unterstützung im Krankheitsalltag darstellen. Ein wesentlicher Vorteil dieser meist risikoarmen Verfahren besteht darin, dass die Betroffenen sie selbstständig erlernen und anwenden können.
In diesem Projekt arbeiten wir mit dem Comprehensive Cancer Center Zurich zusammen, um ein digitales Angebot in Form einer Webseite zu entwickeln. Neben Self Care Massnahmen werden dort auch wichtige Informationen zur Integrativen Onkologie bereitgestellt. Die Erstellung der Inhalte erfolgt interdisziplinär und in enger Abstimmung mit den Stakeholdern.
Ziel des Projekts ist es, geeignete Formate und Darstellungsweisen zu entwickeln, um die Inhalte zielgruppengerecht, verständlich und innovativ zu vermitteln.
Prof. Dr. med. Claudia M. Witt, Lehrstuhlinhaberin Komplementäre und Integrative Digitale Gesundheit, Universität Zürich
Dr. sc. ETH Anita Thomae, Leitung Lehre Komplementäre und Integrative Digitale Gesundheit, Universität Zürich
Referenzen:
World Health Organization (WHO). Noncommunicable diseases. 2025a. [zitiert 2. Februar 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/noncommunicable-diseases
World Health Organization (WHO). Neue Daten: Jedes Jahr verursachen nichtübertragbare Krankheiten 1,8 Mio. vermeidbare Todesfälle und kosten 514 Mrd. US-$, wie ein neuer Bericht von WHO/Europa zeigt. 2025b. [zitiert 2. Februar 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/europe/de/news/item/27-06-2025-new-data--noncommunicable-diseases-cause-1-8-million-avoidable-deaths-and-cost-us-514-billion-USD-every-year--reveals-new-who-europe-report
World Health Organization (WHO). Rehabilitation 2030: A call for action [Internet]. 2017 [zitiert 2. Februar 2026]. Verfügbar unter: https://www.who.int/publications/m/item/rehabilitation-2030-a-call-for-action
09.00 Uhr
Ankommen und Registration
09.30 – 10.15 Uhr
Begrüssung und Einführung Healthathon und Digital Health Design Challenge 2026
10.15 – 10.45 Uhr
Pause und Networking
10.45 – 11.15 Uhr
Vorstellung 1. Partner Case mit Fragerunde
11.15 – 11.45 Uhr
Vorstellung 2. Partner Case mit Fragerunde
11.45 – 12.45 Uhr
Mittagessen
12.45 – 13.00 Uhr
Einführung in die Workshops
13.00 – 16.30 Uhr
Thematisch vertiefende Workshops, mit Teambildung, sowie Ideenfindung und Projektentwicklung
16.30 Uhr
Abschluss
Die DHD Living Lab Digital Health Design Challenge leistet eine maximal 5-monatige, individuelle Unterstützung für die Ausarbeitung und Entwicklung von herausragenden Projekten, die in interdisziplinären Teams (Pflege, Medizin, Medizinethik, Gesundheitswissenschaften und Design) im Rahmen des Healthathons, der Kickoff-Veranstaltung, entstanden sind und hohes Potenzial für eine Stärkung der digitalen Transformation des Gesundheitswesens besitzen.
Anschubfinanzierung für zwei Partner-Projekte (Fördertopf 30’000 CHF + Expert:innen-Mentorings):
− Ideenentwicklung, Konzeption, Prototyping und Design von Lösungen
− Konzeption und/oder Durchführung einer Fallstudie
− Entwicklung eines Drittmittelgesuches
Das Projekt hat eine inhaltliche Verbindung zum gesetzten Themenschwerpunkt (2026: «From Guidance to Routine: Co-Creating Educative Futures of Continuous Care») und orientiert sich an einem der von den Projektpartner:innen angebotenen Cases.
Förderanträge stellen können Bachelor-, Master- und PhD-Studierende, und -Absolvent:innen, sowie Angehörige des Mittelbaus (Forschende, Post-Docs, Wissenschaftliche Mitarbeitende, Lehrpersonal etc.) und Fachpersonen aus der Praxis mit und ohne Führungsqualifikation. Idealerweise bilden sich senioritätsunabhängige Teams mit Vertreter:innen der unterschiedlichen Disziplinen Medizinethik, Gesundheitswissenschaften und Design.
14.03.2026
Healthathon, Vorstellung der Themenschwerpunkte, Teambildung
14.04.2026 12.00 (MEZ)
Deadline Einreichung Projektanträge für Förderprogramm
18.05.2026
Bekanntgabe der geförderten Projekte und Beginn Förderlaufzeit
29.06.2026
Zwischenpräsentation
26.10.2026
Abschlusspräsentation
November 2026
Projektabschluss, Ende Förderlaufzeit
Die folgenden Dokumente sollten für eine Projekteinreichung heruntergeladen, gelesen und ausgefüllt, fristgerecht an team@dhdll.ch gesendet werden:
Muss ein Teammitglied bei einer Konsortiumspartner-Institution zum Zeitpunkt der Einreichung angestellt sein oder kann ein Antrag auch als Alumni gestellt werden?
Beide Optionen sind möglich, bei mindestens einem Teammitglied muss eine aktuelle oder vergangene Verbindung zu einer der Konsortiumpartner-Institution nachweisbar sein.
Muss die projektverantwortliche Person mit einer Konsortiumspartner-Institution verknüpft sein?
Nein, es muss nur ein Teammitglied einer Konsortiumspartner-Institution angehören.
Muss vor der Einreichung eine schriftliche Zusage der gewünschten Mentor:in vorliegen?
Nicht zwingend, es können auch mehrere Wunschmentoren angegeben werden. Zudem ist es auch möglich die Kompetenzen, die gewünscht werden, anzugeben und wir empfehlen eine geeignete Person.
Kann eine externe Mentor:in, die nicht dem DHD Living Lab angehört, gewählt werden?
Ja, jedoch muss der Aufwand der Mentor:in im eingereichten Projekt-Budget mit einberechnet werden.
Muss von Kooperationspartnern ein LOI (Letter of Intent) bei der Einreichung vorliegen?
Bestenfalls ja. Es ist empfehlenswert vor Einreichung die Erwartungshaltung und Leistungserbringung innerhalb der Kooperation zu klären und schriftlich festzuhalten. Falls bis zur Abgabefrist kein LOI vorliegt, soll der aktuelle Stand der Kooperation und beabsichtigte Einbindung des Partners im Projekt beschrieben werden.
Die letzte Ausgabe fand unter dem Thema «Health Companions of Tomorrow: Co-Creating Interactions between Human and Technology» statt. Zwei Projekte wurden erfolgreich durchgeführt und Anträge für eine Weiterführung in der Forschung sind am laufen. Der folgende Aftermovie gibt einen Einblick in den Healthathon, der Kickoff-Veranstaltung zur Digital Health Design Challenge: